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Riester-Rentenversicherung: Abschlusskosten zurückholen

20.01.2020(zuletzt aktualisiert am 29.03.2020)

Kunden von Riester-Rentenversicherungen können zuviel bezahlte Abschlusskosten mit unserem kostenlosen Musterbrief zurückfordern. Das Bundendesfinanzministerium hat mit seinem Schreiben vom 14.03.2019 klargestellt, dass der Abzug zusätzlicher Kosten bei Riester-Rentenversicherungen aufgrund von Zulagenveränderungen unzulässig ist. Dennoch wurde dies in der Vergangenheit von vielen Lebensversicherern einfach ignoriert. Die Versicherer hatten mehrfach Abschlusskosten bei Riester-Rentenversicherungen abgezogen, sobald am Beitrag bzw. an den Zulagen etwas verändert wurde. Das Bundendesfinanzministerium erklärt diese Praxis für unzulässig und schreibt dazu in seiner Stellungnahme:

„Ändert sich die Beitragssumme während der Laufzeit, dürfen zusätzliche Kosten nur auf die positive Differenz zwischen neuer und ursprünglicher Beitragssumme erhoben werden […]. Eine positive Differenz zwischen neuer und ursprünglicher Beitragssumme liegt nicht vor, wenn beispielsweise erhöhte Eigenbeiträge wegfallende Zulagen ersetzen. Gleiches gilt für den umgekehrten Fall, dass reduzierte Eigenbeiträge durch höhere Zulagen ersetzt werden.“

Betroffenen Versicherungsnehmer können daher die zu viel gezahlten Abschlusskosten von ihrer Versicherung zurückfordern. Nur wenige Versicherungsnehmer wissen aber, dass sie bei ihrem Vertrag Abschlusskosten zurückgefordern können.

 

BaFin bleibt gegenüber den Versicherungsgesellschaften untätig

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) greift als Aufsichtsbehörde beim mehrfachen Abzug von Abschlusskosten für bestehende Riester-Rentenversicherungen nicht ein, sondern verweist die Kunden darauf, dass sie ihre Versicherungen selber überprüfen lassen und die Abschlusskosten zurückfordern könnten.

Die BaFin tolerierte also, dass den Kunden unberechtigt mehrfach Kosten von den Versicherungsgesellschaften abgezogen wurden. Darüber hinaus sorgt die BaFin nicht einmal dafür, dass die überhöhten Kosten von den Versicherungen zumindest selbstständig wieder zurückgezahlt werden. Dieses Verhalten der BaFin als Aufsichtsbehörde, zur deren Aufgaben auch der kollektive Verbraucherschutz zählt, verwundert doch sehr.

 

Betroffene Kunden können zu viel gezahlte Abschlusskosten zurückfordern

Die Kunden müssen selber aktiv werden und die zu viel bezahlten Abschlusskosten bei ihrer Versicherung zurückfordern. Wie die betroffenen Kunden überhaupt bemerken sollen, dass ihre Riester-Rentenversicherung betroffen ist, gibt die BaFin allerdings nicht an.

„Die Kunden müssen selber aktiv werden und zu viel bezahlten Abschlusskosten zurückfordern!“

Leider stellen wir häufig fest, dass die BaFin den Verbraucherschutz bei Lebens- und Rentenversicherungen nicht sehr ernst nimmt und sich auch bei überhöhten Kosten oder falschen Abrechnungen selbst für nicht zuständig erklärt oder sich auf formale Prüfungen zurückzieht anstatt einzugreifen. Einen interessanten Report zur Untätigkeit der BaFin hat die Bürgerbewegung Finanzwende auf ihrer Webseite veröffentlicht.

 

Versicherungsnehmer können kostenlosen Musterbrief als Vorlage verwenden und zu viel bezahlte Abschlusskosten zurückfordern

Um als Kunde mit einer Riester-Rentenversicherung am Ende nicht zu wenige ausgezahlt zu bekommen, bleibt einem nur selber aktiv zu werden und den Vertrag überprüfen zu lassen.

Sie möchten wissen, ob Sie auch betroffen sind? Nutzen Sie die Möglichkeit ein kostenloses Erstgespräch mit uns zu vereinbaren. Die Aktuaris GmbH ist spezialisiert auf die mathematische und juristische Überprüfung von Lebens- und Rentenversicherungen. Wir helfen Ihnen auch dabei Ihre Ansprüche durchzusetzen. Sie können auch unseren kostenlosen Musterbrief als Vorlage verwenden um damit zu viel gezahlten Abschlusskosten zurückzufordern.

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